Schwere physische Veränderungen im Gebiet nördlich des Entwässerungskanals von Povelçë und hydrologisches Risiko für das Dorf Darëzezë e Re
Dieser Text ist die Veröffentlichung einer Meldung vom 22. Dezember 2025 an die zuständigen Behörden über festgestellte Veränderungen im Pinienwald von Darëzezë e Re. Es ist ein formelles Ersuchen um Einschätzung und Klärung durch die Behörden.
Empfänger
AKZM – Nationale Agentur für Schutzgebiete
Zur Kenntnisnahme
Regionale Verwaltung der Schutzgebiete (Qark Fier)
Gemeinde Fier
Absender
Icare Antoine Perret (aka Khayim Illia)
Bewohner des Dorfes Darëzezë e Re
Kontakt: khayim@steinwolf.org
Datum
22.12.2025
1. Zweck dieser Meldung
Diese Meldung hat zum Ziel:
- die zuständigen Behörden über schwere physische Eingriffe zu informieren, die im Zeitraum September–Oktober 2025 vor Ort durchgeführt wurden,
- auf das potenzielle hydrologische Risiko hinzuweisen, das diese Eingriffe für das Dorf Darëzezë e Re darstellen,
- eine offizielle Bewertung durch die zuständigen Behörden zu beantragen sowie eine schriftliche Bestätigung über den Eingang dieser Meldung zu erhalten.
Dieses Dokument enthält keine Anschuldigungen, sondern überprüfbare sachliche Beobachtungen vor Ort, gestützt durch fotografische Dokumentation.
2. Beschreibung des betroffenen Gebiets
Das Gebiet, in dem die Eingriffe festgestellt wurden, befindet sich:
- nördlich des Entwässerungskanals von Povelçë, am nördlichen Rand des Dorfes Darëzezë e Re,
- in unmittelbarer Nähe des Lagunensystems und des Küstenkieferngürtels,
- außerhalb des neuen Perimeters der geschützten Wasser-/Landlandschaft „Pishë Poro–Nartë“, gemäß ANHANG 2 des Ministerratsbeschlusses Nr. 596 vom 25.09.2024.
Obwohl dieses Gebiet derzeit nicht mehr innerhalb der administrativen Grenzen des Schutzgebiets liegt, bleibt es funktional mit dem hydrologischen und lagunären System des südlich des Kanals gelegenen geschützten Bereichs verbunden.
3. Beobachtungen vor Ort (Fakten)
Im Zeitraum vom 30. September bis 23. Oktober 2025 wurden folgende Punkte festgestellt und dokumentiert:
- schwere Bodenverdichtungsarbeiten über mehrere Kilometer hinweg,
- Einsatz von schwerem Gerät in Bereichen mit Kiefern und Strauchvegetation,
- Entwurzelung von Dutzenden Kiefern unterschiedlichen Alters,
- massive Zerstörung von Sträuchern und Unterwuchs,
- irreversible Schäden am Wurzelsystem umliegender Bäume,
- Entstehung einer Verdichtungsstruktur, die faktisch als Barriere für die natürliche Entwässerung wirkt.
Diese Beobachtungen wurden direkt vor Ort, ohne technische Hilfsmittel, durchgeführt und sind mit bloßem Auge sichtbar.
4. Festgestelltes hydrologisches Risiko
Aus Sicht der territorialen Funktionsweise stellen die oben beschriebenen Eingriffe erhebliche Risiken dar:
- Blockierung oder Verlangsamung der natürlichen Ableitung von Wasser aus südlicher Richtung (Darëzezë-Kanal) oder bei einem möglichen Hochwasser der Vjosa,
- Erhöhung des Drucks auf den Entwässerungskanal von Povelçë,
- erhöhtes Risiko einer Überflutung des Dorfes Darëzezë e Re bei langanhaltenden oder intensiven Niederschlägen.
Während der starken Regenfälle im November 2025 wurde festgestellt, dass:
- die Pumpstation von Darëzezë mehrere Tage ohne Unterbrechung in Betrieb war,
- der Wasserstand im Entwässerungskanal deutlich höher lag als in den Vorjahren, gemäß lokalen Beobachtungen der Einwohner.
Diese Elemente verstärken die Sorge, dass die Belastbarkeit des Systems gegenüber Extremereignissen geschwächt wurde.
5. Rechtlicher und institutioneller Kontext
Laut offizieller Dokumentation aus dem Jahr 2022 beschrieb die AKZM selbst das Gebiet von Pishë Poro als ein System, in dem sich Akkumulationsprozesse auf beiden Seiten der Mündung des Povelçë-Kanals entwickeln.
Die Änderung der administrativen Grenzen im Jahr 2024 ändert nichts an der Tatsache, dass:
- hydrologische und ökologische Prozesse nicht an einer Kartengrenze enden,
- Eingriffe außerhalb des Schutzgebiets dessen Funktionsweise direkt beeinträchtigen können.
6. Antrag
Vor diesem Hintergrund beantrage ich offiziell:
- eine schriftliche Bestätigung über den Eingang dieser Meldung;
- eine offizielle Bewertung seitens der AKZM oder der zuständigen Institutionen hinsichtlich:
- der Auswirkungen dieser Eingriffe auf die hydrologische Funktionsweise des Gebiets,
- des potenziellen Risikos für das Dorf Darëzezë e Re;
- Informationen darüber:
- ob diese Arbeiten mit einer institutionellen Genehmigung durchgeführt wurden,
- und ob eine vorherige Umweltbewertung vorgenommen wurde.
7. Öffentliche Transparenz
Diese Meldung wird zusammen mit der entsprechenden fotografischen Dokumentation transparent auf einer öffentlichen Informationsplattform veröffentlicht, mit dem Ziel, die lokale Gemeinschaft zu informieren und eine dokumentarische Spur zu sichern.
Mit freundlichen Grüßen
Icare Antoine Perret
